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EFQM 2017

Verbraucherbildung in Bayern

Der Bayerische Volkshochschulverband e.V. (bvv) führte von 2011 bis 2015 gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) das Projekt „Verbraucherbildung – ein Leben lang“ durch. Das Projekt endete im bvv im Juli 2015. Der bvv ist weiterhin politischer Partner des Staatsministeriums. Die weitere Implementierung und Ausgestaltung wurde der Volkshochschule SüdOst im Landkreis München als dem leitenden Stützpunkt für Verbraucherbildung in Bayern übertragen.





Mit neuer Strategie in Bayern verankert

Das StMUV unterstützt mit einem seit 2015 etablierten Förderschwerpunkt Einrichtungen der Erwachsenenbildung in ganz Bayern, um verbraucherbildende Angebote zu bündeln und Kompetenzzentren in unterschiedlichen Regionen Bayerns zu fördern.

Die Förderung sieht dabei direkte finanzielle Unterstützung für 10 Stützpunkte im Jahr 2016 und weitere 5 Stützpunkte für das Jahr 2017 vor, die durch den leitenden Stützpunkt koordiniert und unterstützt werden.

Dabei ist ein Kooperationsnetzwerk entstanden, an dem

das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
der VerbraucherService Bayern (VZ)
die Verbraucherzentrale Bayern (VSB)
der Bayerische Volkshochschulverband (bvv)
die evangelische Erwachsenenbildung (EEB)
die katholische Erwachsenenbildung (KEB)
das Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes (BBV)

gemeinsam arbeiten.

In den Stützpunkten können Angebote für besondere Zielgruppen gesetzt werden, die durch die Förderung des StMUV ermäßigt oder kostenfrei angeboten und/oder mit einem geförderten Honorar für Trainerinnen und Trainer ausgestattet werden können. Die verbraucherbildende Arbeit an Schulen, in Integrationsmaßnahmen oder bei Angeboten für Senioren sind dabei besondere Schwerpunkte.

Anerkannte Stützpunkte bzw. im Anerkennungsverfahren sind bereits:

  • Volkshochschule SüdOst im Landkreis München (Oberbayern)
  • Bildungszentrum im Bildungscampus Nürnberg (Mittelfranken)
  • Volkshochschule Memmingen (Schwaben)
  • Volkshochschule Sulzbach-Rosenberg (Oberpfalz)
  • Volkshochschule Kempten (Schwaben)
  • Volkshochschule Würzburg (Unterfranken)
  • Volkshochschule Augsburger Land (Schwaben)
  • Volkshochschule Weiden-Neustadt (Oberpfalz)
  • Volkshochschule Mainburg (Niederbayern)
  • Evangelische Familienbegegnungsstätte Bayreuth (Oberfranken)
  • Katholische Arbeitnehmerbewegung-Diözesanverband Bamberg (Oberfranken)
  • Deutscher Evangelischer Frauenbund, Landesverband Bayern
  • Landfrauen im Bayerischen Bauernverband in Zusammenarbeit mit dem Bildungswerk des Bayerischen Bauernverbandes

Weitere Anerkennungsverfahren von Stützpunkten und Kooperationsmodelle finden laufend statt.

Mit den Stützpunkten ist es in kurzer Zeit gelungen, die Kooperationspartner der Arbeitsgemeinschaft der Erwachsenenbildung in Bayern (AGEB) einzubinden, sowie in allen Regierungsbezirken verankert zu sein.

Besonders interessant gestaltet sich die Stützpunktarbeit, wenn Bildungspartner und Verbraucherverbände vor Ort den gegenseitigen Nutzen der Zusammenarbeit erkennen. Verbraucherschutz-Experten können Bildungsangebote beispielsweise in Volkshochschulen setzen, gemeinsam können Bürgerinnen und Bürger vor Ort durch Vernetzung besser erreicht werden.

Fachlich versierte Dozenten können in den Bereichen Finanzen/Versicherungen oder Internet/Datenschutz die Anerkennung durch das (StMUV) erhalten und das staatliche Siegel „Verbraucherbildung Bayern“ führen. Auf der Homepage des Staatsministeriums können anerkannte Trainer/innen im Referentennetzwerk zudem Bildungsangebote und eigene Profile einstellen.

Zum Trainerkreis zählen mittlerweile Vertreterinnen und Vertreter von Schuldenberatungen und Präventionsnetzwerken, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verbraucherschutzverbände, Datenschutzbeauftragte, ehemalige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen aus Banken und Versicherungen u.v.m. 2016 sind im leitenden Stützpunkt rund 20 Bewerbungen eingegangen, die in Zusammenarbeit mit den Experten aus Verbraucherzentrale, VerbraucherService Bayern und StMUV bewertet werden und in vielen Fällen zu einer Anerkennung als Trainer/in für Verbraucherbildung führen, wenn vor allem deren Produkt- und Anbieterneutralität gewährleistet ist.

Nach einjähriger Erprobungsphase des Quereinstiegsverfahrens im Bereich Finanzen/Versicherungen wird ein Konzept für die Anerkennung im Themenfeld Internet/Datenschutz voraussichtlich im Herbst ebenso implementiert.

Aktuelle Entwicklungen

Am 1. Juni 2016 eröffnete die vhs SüdOst mit knapp 80 geladenen Gästen, dem StMUV, dem VSB, sowie Vertreterinnen und Vertretern regionaler Verbände und Vereinigungen (z.B. der örtlichen Schuldnerberatung, einem Flüchtlingsnetzwerk u.v.m.) medienwirksam den leitenden Stützpunkt für Bayern in Ottobrunn.

Am 15. Juni 2016 eröffnete das Bildungszentrum Nürnberg seine Arbeit in der Verbraucherbildung mit einer Pressekonferenz. Am 16. Juli 2016 startete die vhs Kempten mit einem Thementag zur Altersvorsorge mit fachkundigen Experten, die das Thema aus allen Blickwinkeln beleuchteten. Auch fanden bei bereits bestehenden Stützpunkten Themen- oder Aktionstage statt, an denen Schuldnerberatungen, die deutsche Rentenversicherung und Rechts- und Vorsorgeexperten mitwirkten.

Weitere Informationen

Der leitende Stützpunkt unterstützt die Stützpunkte mit der Organisation von Thementagen, der Ausrichtung von Eröffnungsveranstaltungen, standardisierten Plakataktionen vor Ort und einem wachsenden Netzwerk von anerkannten Trainerinnen und Trainern.

Bewerbungen für Trainerinnen und Trainer für Verbraucherbildung in Bayern, Anfragen von Stützpunkten und weiteren Volkshochschulen, sowie weitere Informationen erhalten Sie bzw. richten Sie gerne an:


Volkshochschule SüdOst im Landkreis München GmbH,
gemeinnützige Gesellschaft
leitender Stützpunkt für Verbraucherbildung Bayern
Haidgraben 1c, 85521 Ottobrunn

Christian Hampl
Telefon: +49 (0)89 442 389- 170 (Mittwochs, 10.00 bis 16.00 Uhr)
Zentrale: +49 (0)89 442 389- 0
Telefax: +49 (0)89 442 389- 299


E-Mail: verbraucherbildung@vhs-suedost.de



Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage www.verbraucherbildung.bayern.de

Stützpunkte: www.verbraucherbildung.bayern.de/verbraucher/stuetzpunkte/index.htm

Ihr Ansprechpartner
Christian Hampl
Tel: +49 89 442389 170