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75 Jahre bvv: Veranstaltungen in den bvv-Bezirken zum Verbandsjubiläum

Zum 75-jährigen Bestehen des Bayerischen Volkshochschulverbands richten die bvv-Bezirke von April 2021 bis April 2022 Veranstaltungen rund um das Thema „Bildung der Zukunft“ aus. Die Veranstaltungen werden auf dem bvv-YouTube-Kanal gestreamt. Das bisher geplante Programm finden Sie hier.


Bevorstehende Veranstaltungen:
        Donnerstag, 23. September 2021, 19.00 bis 21.00 Uhr
        „Mythos Selbstverantwortlicher Lerner. Wie die Transferstärke-Methode hilft, Gelerntes umzusetzen.“
        Prof. Dr. Axel Koch, Diplom-Psychologe und Professor für Training und Coaching an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning
        vhs Rosenheim
        Stollstr. 1
        83022 Rosenheim
        Die klassischen Kursbesuche gehören immer mehr der Vergangenheit an. Und das nicht erst seit Corona. E-Learning, Online-Kurse oder Live-Online-Seminare prägen zunehmend das Lernen im Privat- wie auch im Berufsleben. Flexibel, ortsunabhängig und bedarfsgelernt – das ist der oft gehörte Nutzen des digitalen Lernens. Doch bei aller Euphorie angesichts dieser neuen Möglichkeiten wird eines übersehen: Menschen müssen sehr gute selbstverantwortliche Lerner sein, damit sie den Lernstoff auch erfolgreich in ihrer Praxis umsetzen. Doch die wenigsten sind so gut aufgestellt. Gerade wenn es um Verhaltenslernen oder die Veränderung gewohnter Verhaltensweisen geht. Der Vortrag schafft ein Bewusstsein für diesen „blinden Fleck“ in der Kursgestaltung und bringt mit der Transferstärke-Methode® eine neue Perspektive, wie es gelingen kann, nachhaltige und wirksame Lernprozesse zu gestalten. Sowohl online als auch bei Präsenz-Kursen. Die preisgekrönte Transferstärke-Methode® wurde an rund 2.500 Teilnehmer*innen wissenschaftlich entwickelt.

        Prof. Dr. Axel Koch ist promovierter Diplom-Psychologe und Professor für Training und Coaching an der Hochschule für angewandtes Management in Ismaning (bei München). Er arbeitet seit über 20 Jahren als Trainer, Berater und Coach. Breite Bekanntheit hat er im Jahr 2008 durch seinen unter dem Pseudonym Richard Gris verfassten Wirtschaftsbestseller „Die Weiterbildungslüge“ erlangt. Die Zeitschrift OrganisationsEntwicklung zählt ihn deshalb zu den „wichtigsten Vordenkern zu den wesentlichen Fragen zur Zukunft von HR“ (Dossier 2/12). Mit seinem Buch „Change mich am Arsch“ (2018) landete er einen weiteren Wirtschaftsbestseller und thematisiert hier das Leiden am zunehmenden Veränderungstempo in den Firmen. In seiner Forschung befasst sich Koch mit den Themen nachhaltige Personalentwicklung und persönliche Veränderungsprozesse. Die von ihm entwickelte Transferstärke-Methode® wurde vom Deutschen Weiterbildungspreis 2011 ausgezeichnet.


        Mittwoch, 13. Oktober 2021, 19.00 bis ca. 21.00 Uhr
        „Demokratie im Niedergang? Zur Krise der demokratischen Legitimation im frühen 21. Jahrhundert“
        Simon Moritz, Diplom-Politologe

        Bildungszentrum Turnstraße, Volkshochschule Unteres Pegnitztal
        Lesecafé
        Turnstr. 11
        91207 Lauf a.d. Pegnitz


        Unter dem Eindruck der letzten zwei Jahrzehnte scheint es für das Bestehen und Funktionieren von demokratischen, offenen und freiheitlichen Gesellschaften keine Garantie mehr zu geben. Autoritäre Regime sind auf dem Vormarsch und erheben selbstbewusst einen globalen Führungsanspruch. Nationalismus, Autoritarismus und (rechter) Populismus haben wieder an Kraft und politischem Einfluss gewonnen. Auch in der Bundesrepublik Deutschland wird die Legitimität der demokratischen Institutionen, trotz aller wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Errungenschaften unseres Landes, stark hinterfragt. Woran liegt das?

        Der Referent ist Diplom-Politologe. Er wird versuchen, die These vom „Niedergang der Demokratie“ kritisch zu diskutieren und Lösungswege für die Stärkung demokratischer Institutionen aufzuzeigen.


        Samstag, 13. November 2021, 9.00 bis 18.00 Uhr
        „Denkwerkstatt: Herausforderungen der Erwachsenenbildung in Bayerisch Schwaben: Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft“

        Schwabenakademie Irsee
        Klosterring 4
        87660 Irsee

        Vor einem Jahr sah die Zukunft der Volkshochschulen genauso aus wie heute. Nur lag diese Zukunft in weiter Ferne. Die Corona-Pandemie hat die Veränderungen in einem nie für möglich gehaltenen Ausmaß beschleunigt. Heute befinden sich die Volkshochschulen mitten in einem tiefgreifenden Transformationsprozess. Es geht nicht mehr darum, wann der Wandel beginnt und ob er überhaupt stattfinden soll. Jetzt stehen die Volkshochschulen vor der Aufgabe, in vielen Bereichen zugleich gigantische Umwälzungen zu gestalten. Die Stichworte sind hier wie in der Gesellschaft allgemein dieselben: Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Diversität und Demokratiebildung.

        Das 75-jährige Gründungsjubiläum des Bayerischen Volkshochschulverbands bietet die Gelegenheit, den gegenwärtigen Epochenwechsel zu beleuchten. Zur Teilnahme an der Denkwerkstatt Erwachsenenbildung eingeladen sind Akteur*innen der Erwachsenenbildung und die interessierte Öffentlichkeit.

        Ein Blick zurück in die Geschichte soll zeigen, wo die bayerisch-schwäbische Institution Volkshochschule in der unmittelbaren Nachkriegszeit begann. Aufträge, die sie seinerzeit erhielt, gelten noch heute und sollen auch weiterhin erfüllt werden. Wie die Volkshochschule ihrer Bestimmung in einem hochkomplexen System gerecht werden soll, ist eine Grundsatzfrage des Selbstverständnisses. Nur wer sich darüber Rechenschaft ablegt, kann die Zukunft gestalten.

        Renommierte Fachleute aus Bildungs-, Sozial- und Technologiewissenschaften treffen sich für einen Tag mit jenen, die die Praxis der Volkshochschulen verantworten. Aus fundierten Denkanstößen entwickeln die Teilnehmenden Gestaltungsperspektive für die Zukunft ihrer eigenen Arbeit.



    Vergangene Veranstaltungen:
          Mittwoch, 14. April 2021, 19.15 bis 21.00 Uhr
          „Echte Helden, falsche Helden. Was Demokraten gegen Populisten stark macht.“
          Lesung von Christoph Giesa

            vhs Herzogenaurach
            Vereinshaus
            Hintere Gasse 22
            91074 Herzogenaurach

            Ob wir es uns eingestehen oder nicht: Wir alle sehnen uns nach Helden, suchen sie uns im Sport, in der Musik oder sozialen Medien. Und zunehmend auch in der Politik. Das aber bleibt nicht ohne Folgen. Denn der Aufstieg der neuen Rechten zeigt, wie leicht es heute fällt, sich unter falschen Motiven als Held zu stilisieren. Was Populisten dabei ausnutzen, ist das, was etablierte Parteien zu lange ignoriert haben – unseren Wunsch nach echter Emotionalität.

            In seinem neuen Buch „Echte Helden, falsche Helden. Was Demokraten gegen Populisten stark macht“ zeigt Christoph Giesa: Um unsere Demokratie zu retten, braucht es Menschen, die demokratischen Werten eine Stimme und ein Gesicht geben. Menschen, die falsche Helden enttarnen und sich trauen, echte demokratische Helden zu sein.

            Christoph Giesa ist Publizist, Autor und Vortragsredner und betreibt politische Bildung für Erwachsene, Student*innen und Schüler*innen. Zuletzt erschienen von ihm die Bücher „Deutschland dreht durch“ zur AfD und „Gefährliche Bürger“ zur Neuen Rechten. Er lebt und arbeitet in Lüneburg.

            Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der vhs Herzogenaurach.




            Dienstag, 18. Mai 2021, 19.00 bis 20.30 Uhr
            „Was wir alle über Künstliche Intelligenz wissen sollten“
            Prof. Dr. rer. nat. Ute Schmid, Professorin für Kognitive Systeme an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg


            vhs Bamberg Stadt
            Großer Saal
            Tränkgasse 4
            96052 Bamberg

            Die aktuellen Entwicklungen im Bereich Künstliche Intelligenz (KI) betrachten viele Menschen eher mit Sorge. Unter anderem besteht die Angst, dass KI-Systeme Bewusstsein entwickeln und als superintelligente Systeme die Herrschaft übernehmen könnten. Wesentlich realer ist es, dass wir Menschen aus reiner Denkfaulheit zunehmend den Maschinen wichtige Entscheidungen überlassen. Und dass wir gerne immer noch mehr Daten von uns preisgeben, wenn wir dafür Information und Waren immer noch bequemer geliefert bekommen.

            Im Vortrag werden ein kurzer historischer Abriss der KI-Forschung gegeben und grundlegende Konzepte – insbesondere des maschinellen Lernens – anschaulich erklärt. Es werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz aufgezeigt. Veranschaulicht durch konkrete Anwendungen von KI wird die Notwendigkeit eines breiten gesellschaftlichen Diskurses zu wünschenswerten und unerwünschten Anwendungsformen von KI-System motiviert.

            Prof. Dr. rer. nat. Ute Schmid ist Professorin für Kognitive Systeme an der Universität Bamberg. Ihr Schwerpunkt ist menschenähnliches maschinelles Lernen sowie die Generierung von Erklärungen. Sie widmet sich intensiv der Förderung von Frauen in der Informatik und hat 2018 den Minerva Gender Equality Award für ihre Universität gewonnen. Sie hält Workshops für Schülerinnen sowie Fortbildungen zum Thema Informatik für die Grundschule und ist aktiv im Bereich „KI und Schule“.
        Ansprechpartner
        Dr. Christian Hörmann
        Tel: +49 89 510 80 10
        Dr. Regine Sgodda
        Tel: +49 89 510 80 11