Login
EFQM 2017

Der bvv positioniert sich

Erwachsenenbildung reagiert nicht nur auf den gesellschaftlichen Wandel. Sie gestaltet ihn auch mit. Die Weiterbildungsquote ist in Deutschland zur Zeit so hoch wie noch nie. Sie liegt bei 49 % der Erwachsenen im erwerbsfähigen Alter. Diese Leistung wird von einem strukturell stark unterfinanzierten Feld erbracht. Indikatoren für ein weiteres Anwachsen dieser Quote sind:
  • Der ständige Wandel erfordert eine permanente Aktualisierung der Allgemeinbildung.
  • Die künftigen Kohorten, die ins Erwachsenenalter hineinwachsen werden, bringen bessere Bildungsvoraussetzungen mit. Das ist immer ein Indikator für eine höhere Weiterbildungsbereitschaft.
  • Dies gilt auch für die Erwerbsquote. Es gibt einen empirischen Zusammenhang zwischen einer hohen Erwerbsquote und einer hohen Weiterbildungsbereitschaft.
Deutschland, und damit auch Bayern, wird ein Zuwanderungsland bleiben. Die Erwachsenenbildung steht also vor Integrationsaufgaben. Außerdem gibt es einen großen Nachholbedarf, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Schließlich bringen die demografischen Entwicklungen es mit sich, dass Menschen bis ins hohe Alter am lebenslangen Lernen teilhaben möchten. Sie nehmen über Weiterbildung an der gesellschaftlichen und kulturellen Entwicklung teil. Migrantinnen und Migranten kommen über die Integrationskurse in die Erwachsenenbildung. Bei einer besseren Ausstattung könnten die Volkshochschulen ihrer Integrationsaufgabe noch viel besser nachkommen.
Der Bayerische Volkshochschulverband positioniert sich gegenüber Politik und Wirtschaft als engagierter Interessensvertreter der Volkshochschulen und der weiterbildungsinteressierten Menschen in Bayern. Sie finden auf diesen Seiten das Positionspapier des Bayerischen Volkshochschulverbands zur Zukunft der Erwachsenenbildung sowie weitere Dokumente, in denen der bvv Stellung bezieht.

Der Auftrag der Volkshochschule ist in der Bayerischen Verfassung, in der Bayerischen Gemeindeordnung und im novellierten Erwachsenenbildungsförderungsgesetz (EbFöG) von 2018 begründet. Damit wird die gemeinsame bildungspolitische Verantwortung der Kommunen und des Freistaates festgelegt. Der Auftrag lautet: Bildungsangebote für alle Schichten der Bevölkerung zu sozial verträglichen Preisen in verlässlicher Qualität vor Ort zur Verfügung stellen. Wenngleich die weitgehend konstant zwei Millionen Teilnehmerinnen und Teilnehmer derzeit im Landesdurchschnitt die Hälfte der Finanzierung über Kursgebühren einbringen, verlangt der öffentliche Auftrag doch, dass Land und Kommunen zu ihrem Auftrag und den daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen stehen. Das unternehmerische Moment entlässt den Freistaat, die Kommunen und die handelnden Akteure in der Volkshochschule nicht aus der Verantwortung, den öffentlichen Bildungsauftrag zu erfüllen. Dieser kommt insbesondere zum Ausdruck durch das Angebotsprofil und das Preis-Leistungsverhältnis der Volkshochschule. Dabei steht die einzelne Volkshochschule mit ihrem Angebot vor Ort im Wettbewerb mit anderen Anbietern. Mit den drei Millionen Buchungen pro Jahr realisieren die knapp 200 bayerischen Volkshochschulen Jahr für Jahr eine sichtbare Weiterbildungsbeteiligung, die es jedoch noch zu steigern gilt. In der Synthese von Markt und Öffentlichkeit besteht denn auch die strukturelle Besonderheit der Bildungseinrichtung Volkshochschule.
21. August 2018

Null Toleranz gegenüber Esoterik und Heilsversprechen

Als parteipolitisch, konfessionell und weltanschaulich unabhängige Bildungsinstitutionen sehen sich Volkshochschulen seit jeher der Tradition der Aufklärung und des humanistischen Bildungsdenkens verpflichtet. mehr
18. September 2014

Interview mit Prof. Dr. Klaus Meisel

Die bvv-Webredaktion sprach mit dem 1. Vorsitzenden des Bayerischen Volkshochschulverbands, Prof. Dr. Klaus Meisel, über Angebotsqualität.  mehr
Ihre Ansprechpartnerin
Dr. Astrid Krake
Tel: +49 89 510 80 22