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Lernförderung an Schulen im Programm "gemeinsam.Brücken.bauen"

Die Umsetzung der Fördermittel aus dem Aktionsprogramm des Bundes "Aufholen nach Corona" erfolgt in Bayern im Programm "gemeinsam.Brücken.bauen". Für die Durchführung der Fördermaßnahmen dürfen Kooperationspartner beauftragt werden.


Fördermittel aus dem Aktionsprogramm des Bundes "Aufholen nach Corona" werden im Freistaat Bayern im Programm "gemeinsam.Brücken.bauen" an Grund-, Mittel- und Förderschulen umgesetzt. Zwei Fördermaßnahmen sind möglich: Brückenkurse für zusätzlichen Unterricht und Angebote zur Förderung der Lernfähigkeit. Auswahl, Organisation und Ausgestaltung der Maßnahmen obliegt den Schulleitungen. Diese dürfen Kooperationspartner beauftragen.


Nächste Austauschrunde am 07.04.2022 von 10 bis 12 Uhr via Zoom

Schuljahr 2022/2023
Das Programm "gemeinsam.Brücken.bauen" wird Im Schuljahr 2022/2023 ohne wesentliche Änderungen fortgeführt. Die Veröffentichung der Richtlinie für das kommende Schuljahr und aller Anlagen für Kooperationsverträge erwarten wir im Frühsommer. Den Schulen dürfen eine Umstellung von bisher befristet festangestellten Unterstützungslehrkräften auf Kooperationen vornehmen. Wir empfehlen eine frühzeitige Abstimmung mit den örtlichen Schulen.

Die aktuellen Förderrichtlinien für staatliche Schulen sowie kommunale und private Ersatzschulen wurden im August 2021 veröffentlicht. Bestimmungen für die Förderfähigkeit: Die für die Behebung der Lernrückstände ausgewählten Maßnahmen

  • müssen auf Lernstandsanalysen basieren und
  • schulartspezifisch auf die Bewältigung pandemiebedingter Lernrückstände und Entwicklungsrückstände (Lernförderung) sowie auf die Förderung von Kernkompetenzen, insbesondere in folgenden Fächern / Lernbereichen (Brückenkurse) zielen:
      • Grundschule: Deutsch, Mathematik, Heimat- und Sachunterricht, Lernen lernen, verkehrssicherheitspraktische Übungen, Jugendverkehrsschulausbildung in Jahrgangsstufe 4, Schwimmen
      • Mittelschule: Mathematik, Deutsch, Englisch, Berufliche Orientierung (z. B. berufsorientierende Wahlpflichtfächer, Projekt, Betriebspraktikum), Lernen lernen und Arbeits(platz)organisation
      • Förderschule: Lernbereiche Deutsch (Lesen, Schriftspracherwerb, Sprachförderung), Mathematik, Berufliche Orientierung, Lernstrategien, Lernmotivation und Arbeits(platz)organisation
Für die Durchführung der Fördermaßnahmen stehen zwei Varianten zur Verfügung:
  • Einstellung von befristet angestellten Lehrkräften oder sonst geeignetem pädagogischen Personal auf Vorschlag der Schulen durch die zuständige Bezirksregierung oder
  • Kooperation mit freien Trägern oder kommunalen Anbietern (z.B. Volkshochschulen) auf Vorschlag der Schulen mit Vertragsabschluss durch die zuständige Bezirksregierung
Die Fördermaßnahmen können im Zeitraum zwischen 14. September 2021 bis einschließlich 31. Juli 2022 durchgeführt werden.
Die Richtlinien enthalten keine konkreten Regelungen für die Höhe der Vergütung von Kooperationspartnern. Vergleichsweise wurden im Zeitraum zwischen Pfingsten und dem Ende der Sommerferien 2021 den Lehr- und Unterstützungskräften auf Honorarbasis i.d.R. 50 Euro pro Stunde gezahlt (seit der Änderung im August 2021 werden Unterstützungskräfte befristet eingestellt). Kooperationspartner sollten die Vergütung für die Durchführung der mit den Schulen vereinbarten Fördermaßnahmen nach den Prinzipien der Notwendigkeit, Sparsamkeit und Wirtschaftlichkeit kalkulieren, die immer für die Verwendung öffentlicher Mittel gelten.

Kooperationsverträge mit staatlichen Schulen:
  • Die zuständigen Bezirksregierungen schließen die Kooperationsverträge auf Vorschlag der Schulleitungen. Bei staatlichen Grund- und Mittelschulen ist die Kooperation vor der Zuleitung an die zuständigen Bezirksregierungen mit dem Staatlichen Schulamt abzustimmen.
  • Bei der Entscheidung für die Beauftragung von Kooperationspartnern müssen die Schulen ab einem Auftragswert von 25.000 Euro Vergleichsangebote einholen.
  • Muster für den Kooperationsvertrag für staatliche Schulen sind mit Anlagen rechts zum Download verfügbar.
Liste der Formulare und Unterschriften für staatliche Schulen im Überblick:
  • Kooperationspartner unterschreibt den Kooperationsvertrag und die zuständige Bezirksregierung
  • Kooperationspartner und Schulleitung unterschreiben die Anlage für die "essentiellen Bestandteile des Kooperationsvertrages" und die zuständige Bezirksegierung
  • Kooperationspartner bereitet das Formular für den Prüfvermerk der Erklärungen zur Unterzeichnung durch die Schulleitung und den/die Kursleiter*in vor. Der Kooperationspartner holt die Unterschriften von allen Kursleiter*innen (ggf. auch festangestellte Lehrkräfte) ein, die er einsetzen will.
  • Kooperationspartner bereitet die Erklärungen (Verfassungstreue etc.) der zum Einsatz geplanten Personen (Kursleiter*innen, ggf. festangstellte Lehrlräfte) vor und holt die Unterschriften von diesen ein.
  • Das Personal des Kooperationspartners (Kursleiter*innen) muss der Schulleitung ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Für die Anforderung dieses Führungszeugnisses wird die Bescheinigung des Kooperationspartners (Volkshochschule) für den Verwendungszweck benötigt (Vorlage bei der Schulleitung) - siehe Formular-Vorlage rechts zum Download
Der Kooperationspartner bereitet alle Unterlagen mit Unterschriften vor und leitet sie an die Schulleitung weiter. Die Schulleitung sammelt alle Vertragsunterlagen und leitet sie an die zuständige Bezirksregierung weiter. Staatliche Grund- und Mittelschulen müssen die geplanten Kooperationen vorher mit dem zuständigen Schulamt abstimmen. Uns sind Fälle bekannt, in denen die Volkshochschule als Koopertationspartner der Schulen alle Unterlagen und Unterschriften eingeholt und an die zuständige Bezirksregierung weitergeleitet hat.

Meldefrist für staatliche Schulen bis 10.11.2021 im Schulportal (diese Frist diente zur Information des KM und ist keine Ausschlussfrist)
Gemäß dem Ablaufplan für staatliche Schulen sollen diese bis 10.11.2021 im Schulportal gemeldet haben, ob sie im Programm gemeinsam.Brücken.bauen im Schuljahr 2021/2022 mit befristet angestellten Unterstützungskräften oder mit Kooperationspartnern arbeiten wollen. Der Ablaufplan für die staatlichen Schulen steht rechts zum Download bereit. Er wurde vom KM im August 2021 direkt an 3.500 Schulen in Bayern versandt. Die Meldefrist ist keine Ausschlussfrist. Das KM benötigt die Meldung von den staatlichen Schulen im Schulportal für die Haushaltsplanung.

Ausschlussfrist 28.02.2022 für kommunale und private Ersatzschulen:
Kommmunale und private Ersatzschulen müssen einen Antrag auf freistaatliche Förderung bis spätestens 28.02.2022 beim Landesamt für Schule elekttronisch (per E-Mail) eingereicht haben. Ansonsten ist eine Förderung im Schuljahr 2021/2022 nicht mehr möglich. Den Antrag finden Sie rechts zum Download. Sämtliche weitere Anlagen zur Förderung für kommunale und privaten Ersatzschulen auf der Webseite des Kultusministeriums: https://www.km.bayern.de/allgemein/meldung/7362/umsetzung-an-den-kommunalen-schulen-sowie-an-den-privaten-ersatzschulen.html

Webseiten des StMUK (Bayerisches Staatsminsiterium für Unterricht und Kultus)

Tipps für die Durchführung: Regelungen zur Lernförderung im Programm „gemeinsam.Brücken.bauen“ im Rahmen der OGTS (offene Ganztagsangebote) vom 14.09.2021

Da es sich bei den Fördermaßnahmen im Programm „gemeinsam.Brücken.bauen“ um ein unterrichtliches Angebot handelt, kann die Teilnahme daran im Rahmen der Mindestteilnahmeverpflichtung am offenen Ganztagsangebot im Umfang von einem einzelnen Nachmittag bis hin zu zwei Nachmittagen förderunschädlich berücksichtigt werden:

  • Bei einer Anmeldung im Umfang von mindestens vier Tagen kann die Teilnahme an einem unterrichtlichen Angebot im Sinne des Brückenangebots an bis zu zwei Nachmittagen förderunschädlich berücksichtigt werden, sofern die betreffenden Schülerinnen und Schüler an diesen Tagen zu den außerunterrichtlichen Zeitfenstern auch an der Mittagsbetreuung im erforderlichen Zeitrahmen der Anmeldung teilnehmen.
  • Bei einer Anmeldung im Umfang von mindestens zwei Tagen kann die Teilnahme an einem unterrichtlichen Angebot im Sinne des Brückenangebots im Umfang von einem einzelnen Nachmittag förderunschädlich berücksichtigt werden, sofern die betreffenden Schülerinnen und Schüler an diesem Tag zu den außerunterrichtlichen Zeitfenstern auch an der Mittagsbetreuung im erforderlichen Zeitrahmen der Anmeldung teilnehmen.
Newsletter:
Informationen zu aktuellen Entwicklungen werden Partnern im Bereich der schulischen Ganztagsangebote und Mittagsbetreuungen über einen Newsletter bereitgestellt.
www.km.bayern.de/newsletter_ganztag/

Welche Erfahrungen und Fragen haben Sie als Kooperationspartner im Programm „gemeinsam.Brücken.bauen“?
Bitte teilen Sie uns mit, ob und wenn ja, welche Erfahrungen Sie im Gespräch mit den Schulleitungen machen. Welche Fragen treten auf? Werden oder wurden Sie als Kooperationspartner angefragt? Bitte senden Sie uns eine E-mail an hella.krusche@vhs-bayern.de oder rufen Sie an unter der Telefonnummer 089 51080-34, damit wir den Austausch unter den Volkshochschulen organisieren und konkreten Sachfragen nachgehen können.

Nächste Austauschrunde via Zoom am 7. April 2022 von 10 bis 12 Uhr:

Zoom-Link:
https://us02web.zoom.us/j/85104900322

Meeting-ID: 851 0490 0322
Kenncode: 917526


Aufruf des KM an die EB-Träger:
Ein Schreiben des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus (KMS) an die Träger der Erwachsenenbildung finden Sie unten zum Download. Das Schreiben mit Datum vom 10.06.2021 ruft dazu auf, geeignete Kursleiter*innen über die Tätigkeit als Unterstützungskraft im Förderprogramm "gemeinsam.Brücken.bauen" zu informieren. Ein Flyer mit näheren Informationen für Kursleiter*innen ist beigefügt. Das Schreiben des KM vom 10.06.2021 berücksichtigt noch nicht die neue Regelung, wonach die Schulen Kooperationspartner für die Organisation und Duchführung der Lernförderung beauftragen dürfen. Das Schreiben wurde der Verbandsgeschäftsstelle mit der Bitte um Unterstützung zugesandt.