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EFQM 2017

Strategie Erweiterte Lernwelten

"ELW" ist keine digitale Strategie. Es ist vielmehr eine Strategie, wie Lehren und Lernen, wie selbstverantwortliches Handeln und Gestalten in einer digitalen Gesellschaft aussehen sollen. Das Konzept trennt nicht zwischen analog und digital, sondern stellt konsequent die Lernenden in den Mittelpunkt. Je nach Situation, Anlass oder Bedürfnis kommt die ganze Palette von analogen und digitalen Werkzeugen zum Einsatz, die das Lernen unterstützen. ELW verknüpft beide Welten miteinander.



Die "Erweiterten Lernwelten" (ELW) sind die Grundlage für neue Lehr- und Lernsettings innerhalb der deutschen Volkshochschulen. Die Mitgliederversammlung des DVV hat im Juni 2015 einstimmig beschlossen zur Umsetzung der Erweiterten Lernwelten einen Masterplan zu entwickeln. Das Konzept trennt nicht zwischen analog und digital, sondern stellt konsequent die Lernenden in den Mittelpunkt. Je nach Situation, Anlass oder Bedürfnis kommt die ganze Palette von analogen und digitalen Werkzeugen zum Einsatz, die das Lernen unterstützen. ELW verknüpft beide Welten miteinander.
Standortbestimmung, Masterplan und Maßnahmen

Für die Umsetzung der Verbandsstrategie Erweiterte Lernwelten wurde auf der DVV-Mitgliederversammlung 2015 einstimmig die Entwicklung eines Masterplans beschlossen. Vorstand und Mitgliederrat haben dem nun vorliegenden Plan im März zugestimmt und damit Grünes Licht für das weitere Vorgehen gegeben.
Wichtige Kernpunkte des Masterplans ELW sind:

  • Die Fortbildung und Beratung aller hauptamtlichen Mitarbeiter und Dozenten in Volkshochschulen
  • Das gemeinsame Erschließen technischer Ressourcen
  • Bildung von Digicircles als Orte der Praxis und Innovation
  • Ausgewählte übergreifende Leuchtturmprojekte
  • Aufbau eines zentralen vhs-Portals mit Services für kollaboratives Arbeiten, Videokonferenzen, Dateiaustausch und weiteres
Stand der Umsetzung und nächste Schritte
  • Zentrales vhs-Portal: Die Ausschreibung ist erfolgt, eine Betaversion soll Anfang 2017 online gehen
  • In Leuchtturmprojekten wird den Volkshochschulen ausgearbeitetes Material zur Verfügung gestellt. Nach dem Vorbild von ich-will-deutsch-lernen.de, dem "Flipped Classroom" für DaF/DaZ sollen weitere Flipped Classrooms erstellt werden, zunächst für Englisch auf allen Niveaustufen und Xpert Business.
  • In einer Innovationswerkstatt (InnoLab) werden neue Techniken der Digitalisierung im Hinblick auf ihre Relevanz für Bildungsprozesse bewertet.
  • Zusammen mit dem Bundesarbeitskreis Gesellschaft/Politik/Umwelt wird ein Konzept zur politischen Bildung im Zeitalter von Web 4.0 entwickelt.
  • Die Digicircles sind die Kernstücke der Strategie. In Digicircles schließen sich drei bis fünf Volkshochschulen zu kleinen regionalen Netzwerken zusammen. Sie experimentieren gemeinsam, setzen Projekte um und teilen ihre Erfahrungen mit anderen. Die Methode der Digicircles trägt der Tatsache Rechnung, dass es schon viele Initiativen an Volkshochschulen gibt, dass kollegiale Beratung und Erfahrungsaustausch immer die besten Früchte hervorbringen und dass die Entwicklung Erweiterter Lernwelten ein offener Prozess ist. Bis Ende 2016 soll in jedem Bundesland ein Digicircle gegründet werden, im Lauf des Jahres 2017 gehen weitere an den Start. In Bayern sind fünf Digicircles vorgesehen. Mit einer Auftaktveranstaltung Anfang Dezember 2016 sowie der Erhebung des Bedarfs für Fortbildungsangebote für vhs-Mitarbeiter/-innen und Kursleiter/-innen geht es los. In den Volkshochschulen, die sich in Digicircles zusammenschließen, soll ein Prozess der Organisationsentwicklung stattfinden. Alle Stakeholder sollen am Prozess beteiligt werden: Pro vhs ein Vertreter / eine Vertreterin der Leitung, ein/e HPM, Verwaltungsmitarbeiter/-in, Kursleitervertreter/-in, Teilnehmervertretung, Beiräte ... Die Unterstützung durch DVV und bvv besteht in sechs Tagen Präsenzfortbildung bzw. Coaching nach dem Bedarfsplan des Digicircles, den dessen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam erarbeiten. Außerdem: ca. zehn Basis-Onlinefortbildungen und Lizenzen für das vhs-Portal / die Toolbox für 12 Monate
Steuerung und Begleitung
  • Strukturell wird die Querschnittsaufgabe vom neuen Bundesarbeitskreis ELW begleitet und befördert. Alle Landesverbände und der DVV stellen sich dort der Aufgabe, Volkshochschulen auf dem Weg in die Zukunft zu unterstützen und Impulse zu setzen.
  • Interessierte Volkshochschulen können sich bei ihren Landesverbänden melden und den Wunsch auf Teilnahme an einem Digicircle bekunden. Weitere Informationen gibt es beim DVV.
  • Ansprechpartnerin beim bvv und dessen Vertreterin im neuen BAK ELW ist Dr. Astrid Krake, Tel. 089-5108022, E-Mail: astrid.krake@vhs-bayern.de
  • Ansprechpartner beim DVV ist der Referent für Erweiterte Lernwelten Stefan Will, E-Mail: will@dvv-vhs.de
  • Aktuelle Infos gibt es regelmäßig auf twitter unter dem Hashtag #ELW und hier auf dieser Webseite des bvv
Ihre Ansprechpartnerin
Dr. Astrid Krake
Tel: +49 89 510 80 22
Stefan Will erklärt Erweiterte Lernwelten