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Erasmus-Akkreditierung des bvv: Fortbldungen, Trainings und Zusammenarbeit in Europa


Akkreditierung des bvv im Erasmus+ Programm 2021-2027

Die Akkreditierung des Bayerischen Volkshochschulverbandes im Erasmus+ Programm 2021-2027 basiert auf einem ausgearbeiteten Entwicklungsplan für insgesamt sechs Vorhaben, bei denen aus unterschiedlichen Perspektiven die Digitalisierung eine bedeutende Rolle spielt. Die Erweiterung der Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenz für nachhaltige Entwicklung stellt weine weitere Zukunftsaufgabe dar. Hier besteht dringender Bedarf für Austausch und Erfahrungstransfer mit Bildungspartnern in Europa.

Zielsetzungen:

  • Systematische Verbesserung für das digitale Lehren und Lernen an den bayerischen Volkshochschulen
  • Digitale Inklusion für alle erwachsenen Lerner*innen mit besonderen Bedürfnissen: Lernbeeinträchtigte, gering Literalisierte, Ältere und Personen ohne Zugang zu digitalen Informations- und Lernmedien
  • Informationskompetenz: Integration der Vermittlung kritisch-hinterfragender digitaler Kompetenzen in die fachlichen Lehr- und Lernkonzepte der Programmbereiche Gesellschaft, Grundbildung, Gesundheit
  • Kompetenzerweiterung für leitendes und planendes Bildungspersonal für ökologische Nachhaltigkeit: Whole Institution Approach (WIA)
Zur Teilnahme an Auslandsaufenthalten (Fortbildungen, Job-Shadowing, Praktika) ist jährlich ab dem Jahr 2022 (Jahr 1) bis zum Jahr 2026 (Jahr 5) eine Hohe Anzahl von Teilnehmer*innen geplant. Ob die Erasmus-Mittel diesen Umfang erlauben, ist noch ungewiss. Nach spätestens fünf Jahren wird der Erasmusplan aktualisiert. Davon abgesehen erfolgen möglicherweise Anpassungen an neue Gegebenheiten und Bedarfe im Verlauf der Umsetung.



Die ersten Mittel sind angefordert. Die ersten Ausreisen dürfen frühestens im Juni 2022 erfolgen. Wir plannen und stimmen gerade Termine, Dauer und Umfang der geplanten Fortbildungen mit einigen Partnern in Europa ab. Aufrufe zur Teilnahme versenden wir vorausschtlich im Mai.

Vorab führen wir das laufende Kurzzeitprojekt für digitale Weiterentwicklungen unseres Fortbildungsprogramms durch. Wir rufen Sie im März zur Teilnahme an Fortbildungsphasen ab April auf. Ihre Mitwirkung ist erforderlich, da die Fortbildungen Ihren tatsächlichen Bedarfen entsprechen müssen.


Die wichtigsten und für die Zukunftsfähigkeit der Erwachsenenbildung erforderlichen Kompetenzerweiterungen des leitenden, planenden und unterrichtenden Personals an den bayerischen Volkshochschulen betreffen:

(1) eine umfassende und gelingende Digitalstrategie, die alle relevanten Aspekte der Nutzung digitaler Technologien zur Verbesserung der Qualität und Inklusivität der Erwachsenenbildung berücksichtigt. Maßnahme 5 des neuen Aktionsplans für digitale Bildung trifft genau die Herausforderungen, denen sich der bvv mit seinem Fortbildungsprogramm seit Beginn der Corona Pandemie stellt. Kreative Lösungen und Train-the-Trainer Fortbildungen müssen systematisch weiterentwickelt und implementiert werden. Hierzu gehören ganz praktisch Vorgehensweisen für die flächendeckende Einführung des DigCompEdu für alle Lehrenden an den Volkshochschulen in Bayern und Konzepte für den Einsatz des neuen Online-Selbstbewertungsinstrument SELFIE für Lehrkräfte auf der Grundlage des Europäischen Referenzrahmens für digitale Kompetenzen von Bildungspersonal. Darüber hinaus gilt es Fortbildungen zu entwickeln, die die Lehrenden befähigt, ihre Lernenden beim Erwerb digitaler Kompetenzen zielgerichtet zu unterstützen.

(2) Digitale Inklusion: Es stellt eine große Herausforderung und zugleich eine dringende Notwendigkeit dar, bei der Planung und Umsetzung einer Digitalstrategie alle erwachsenen Lerner*innen mit ihren verschiedenen Lernbedürfnissen in den Blick zu nehmen und einer drohenden digitalen Exklusion entgegenzuwirken. Zu den von digitaler Exklusion bedrohten Zielgruppen gehören z.B. lernbeeinträchtigte und gering literalisierte Erwachsene, Ältere und alle Erwachsenen, ohne Zugang zu digitalen Informations- und Lernmedien. Konzepte und Beispiele guter Praxis für mobile Ausstattungen müssen entwickelt und implementiert werden.

(3) Informationskompetenz: im Zuge der Digitalisierung gewinnt die Vermittlung kritisch-hinterfragender digitaler Kompetenzen für alle fachlichen Lernbereiche zunehmend an Bedeutung. Dies gilt für die Lernangebote aller sechs Programmbereiche, die an den Volkshochschulen angeboten werden: Gesellschaft, Kultur, Gesundheit, Sprachen, Beruf, Grundbildung. Insbesondere besteht für die Lehr- und Lernkonzepte in den Programmbereichen Gesellschaft, Gesundheit und Grundbildung dringender Entwicklungsbedarf. Ziel ist es, die Informationskompetenz in fachliche Lerninhalte zu integrieren und zum Lerngegenstand zu machen. Die erwachsenen Lernenden an den Volkshochschulen sollen künftig die erforderlichen Kompetenzen erwerben, um ihren Informationsbedarf erkennen, die erforderlichen Informationen ermitteln, beschaffen und bewerten und schließlich effektiv nutzen zu können für ihr eigenes Handeln und ihre Entscheidungen.

Informationskompetenz im oben beschriebenen Sinne stellt die Lehrenden vor die große Herausforderung, ihren Unterricht adäquat zu planen und zu gestalten. Hierfür benötigen sie Fortbildungen, die der bvv in den nächsten Jahren entwickeln und einrichten will. Im direkten Zusammenhang mit der Informationskompetenz steht die Orientierung an den 4K für die Verlaufsplanung des Unterrichts. Dies betrifft die Beschreibung der Lernergebnisse, Auswahl der Unterrichtsmedien, des Lernmaterials und der Sozialformen. Lehrkräfte benötigen Anleitung und Unterstützung, um die 4K: Kritisches Denken, Kreativität, Kommunikation und Kollaboration als Leitlinien für die Strukturierung ihrer fachlichen Lernkonzepte umzusetzen.

(4) Eine weitere große Herausforderung besteht in der Erweiterung der Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenz für nachhaltige Entwicklung an den Volkshochschulen in Bayern. Der Auf- und Ausbau von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist ein erklärtes Entwicklungsziel des bvv und seiner Mitgliedseinrichtungen. Erste Schritte sollen mithilfe des WIA (Whole Institution Approach) erfolgen. Erste Planungen liegen vor, aber für die Umsetzung besteht dringender Bedarf für Austausch und Erfahrungstransfer mit EU-Partnern.

Ihre Ansprechpartnerin
Hella Krusche
Tel: +49 89 510 80 34