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EFQM 2017

12. Januar 2018

Fachtag im bvv

Dialog und Demokratie

bvv-Seminarzentrum in München

Das Gespräch ist die Seele der Demokratie. Beim Fachtag Dialog und Demokratie am 12. Januar 2018 im bvv können Sie Methoden des fairen Streitens und Argumentierens erproben, die alle auch für die Umsetzung an Volkshochschulen geeignet sind.




Richtig diskutieren können – also eine eigene Meinung bilden, begründen können, andere Meinungen akzeptieren, aber auch Grenzen festsetzen und den Mut haben, auch über heikle Themen zu sprechen – ist eine Grundlage des demokratischen Lebens, nicht nur in der großen Politik, sondern auch in allen Bildungskontexten. Das Niedermachen des (politischen) Gegners und eine beleidigende, verletzende, vulgäre Sprache sind für einen Teil der Öffentlichkeit mittlerweile völlig akzeptabel. Populistische Politikerinnen und Politiker gewinnen Wählerstimmen mit Behauptungen und dem Ausschalten von Sachargumenten zugunsten von gefühlten Wahrheiten. Gleichzeitig schwappt aus den USA der Trend zu uns, dass umstrittene Themen nicht mehr diskutiert werden dürfen, weil sie Menschen potentiell beleidigen könnten. In der Mitte der Gesellschaft sind abwertende Einstellungen gegenüber bestimmten Gruppen – wie Langzeitarbeitslose, Muslime, Geflüchtete – weit verbreitet.

Jeder, der sich für eine demokratische Diskussionskultur einsetzen will, ist also mit drei Herausforderungen konfrontiert: Wie reagiere ich auf extreme und menschenverachtende Aussagen? Wie kann ich heikle Themen fair adressieren? Wie gehe ich mit meinen eigenen Vorurteilen um?

Dr. Britta Schellenberg vom Geschwister-Scholl Institut der LMU erläutert anhand ihres aktuellen Forschungsprojektes, wann menschenfeindliche Orientierungen zu diskriminierenden Handlungen führen und wie man dagegen vorgehen kann. Anschließend können in praktischen Workshops verschiedene Diskussionsformen erprobt werden, die von Initiativen gestaltet werden, die sich dafür einsetzen, dass unsere vielfältige Gesellschaft friedlich zusammenleben kann.
Programm
  • Ankunft zwischen 09.30 und 10.00 Uhr
  • 10.00 Uhr Begrüßung
  • 10.15 – 11.15 Uhr Keynote Dr. Britta Schellenberg, LMU
    „Vorurteilssensible und Rassismuskritische Bildung“
  • 11.30 – 13.00 Uhr Workshop Phase I
    Es kann jeweils ein Workshop gewählt werden
  • 13.00 Mittagessen
  • 14.00 – 15.30 Uhr Workshop Phase II
    Es kann jeweils ein Workshop gewählt werden
  • 15.30 - 16.15 Uhr
    Kaffeepause mit Vorstellung der Initiativen
  • 16.15 – 17.00 Uhr „So geht Medien“ und andere Programme des BR zum Ausprobieren
  • Abschluss und Verabschiedung
  • Im Anschluss und nach Vereinbarung: Informationen zu Förderprogrammen für die Demokratiebildung

    Programmänderungen vorbehalten
    Teilnahmebeitrag: 40,00 Euro inkl. Mittagsverpflegung, Getränken und Kursunterlagen

Hier können Sie sich online anmelden

Oder mit dem Anmeldeabschnitt des Programmflyers


Workshops (Phase 1): Gegen Hetze argumentieren!

Geh sterben! Umgang mit Hate Speech und Kommentaren im Internet
Amadeu Antonio Stiftung

Islamfeindlichkeit – und wie man damit umgeht
ufuq – Pädagogik zwischen Islam, Islamfeindlichkeit und Salafismus

Ist Jude ein Schimpfwort?
ZWST-Perspektivenwechsel

Argumentieren gegen rechte Parolen
Die Pastinaken, Kollektiv für politische Bildung aus München


Workshops (Phase 2): Zuhören, reflektieren, argumentieren

Streitet Euch!
Christian Boeser-Schnebel, Lehrstuhl für Pädagogik mit Schwerpunkt Erwachsenen- und Weiterbildung in Augsburg

Werte.Dialog.Integration
Akademie Kinder philosophieren

Toleranz in einer offenen und freien Gesellschaft
Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren e.V.

Demokratie als Lebensform
Florian Wenzel, peripheria